Тема: Kalendergeschichte als Textsorte (am Beispiel von J.P. Hebel)
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📋 Содержание
Kapitel 1. Geschichte der Entstehung und Entwicklung des Kalenders 7
1.1 Entstehen des Kalenders 7
1.2 Ursprunge des modernen europaischen Kalenders 12
1.3 Kalender: F ormen, Typen und Inhalt 15
1.4 Entstehung und Entwicklung der „Kalendergeschichte^ im Rahmen der deutschsprachigen Kalender 20
Fazit zum Kapitel 1 24
Kapitel 2. Inhaltliche und Strukturelle Aspekte der Kalendergeschichte 26
2.1 Genrebesonderheiten der Kalendergeschichte 26
2.1.1 Ort und Zeit der Handlung 26
2.1.2 Begrenztheit der dargestellten Lebenssituation 32
2.1.3 Ausgepragtheit von Figuren und Situationen 43
2.2 Kompositorische Gliederung der Kalendergeschichte 47
2.3 Textualitatskriterien 57
2.3.1 Kohasion 58
2.3.2 Koharenz 60
2.3.3 Intentionalitat und Akzeptabilitat 63
2.3.4 Informativitat 64
2.3.5 Situationalitat und Intertextualitat 65
Fazit zum Kapitel 2 68
Zusammenfassung 70
Literaturverzeichnis 73
Primarliteratur 73
Sekundarliteratur 73
Verzeichnis der Nachschlageliteratur 76
📖 Введение
Der aktuelle Forschungsstand der Kalendergeschichten von Hebel im deutsch- und russischsprachigen Raum wird dadurch charakterisiert, dass es Untersuchungen von vorwiegend deutschen Autoren gibt, die vergleichende Studien durchgefuhrt haben: Einige Forscher setzen Hebels Kalendergeschichten in Beziehung zu anderen literarischen Werken seiner Zeit oder Textsorte. Dadurch wird ein breiteres Verstandnis fur die Bedeutung und den Einfluss von Hebels Geschichten gewonnen. AuBerdem werden die Texte der Kalendergeschichten aus padagogischer Sicht betrachtet, da sie in deutschen Schulen erlernt werden.
Die Aktualitat der Arbeit liegt darin, dass es wenige Werke in der russischen Germanistik gibt, die sich mit der Erforschung Hebels Kalendergeschichten beschaftigen. Daher wird eine umfassende Untersuchung benotigt, die folgende Aspekte umfasst: Untersuchung der Thematik, Kontextes und Stils. AuBerdem konnen Hebels Kalendergeschichten als wichtiges kulturhistorisches Dokument gelten. Diese Geschichten bieten nicht nur einen Einblick in das Leben und die Mentalitat der Menschen im 19. Jahrhundert, sondern behandeln auch Themen wie Moral, Ethik, Gerechtigkeit und Menschlichkeit, die auch in der heutigen Zeit von Relevanz sind. Daher ist eine Analyse dieser Geschichten ein wichtiger Beitrag zur Erforschung der literarischen und gesellschaftlichen Entwicklung Deutschlands.
Das Forschungsobjekt der vorliegenden Arbeit ist die Kalendergeschichte als eigenstandige Textsorte. Die Untersuchung wird auf der Basis von 205 analysierten Kalendergeschichten durchgefuhrt. Es werden 7 Bande des „Rheinlandischen Hausfreundes“ (1808-1814) herangezogen, die insgesamt einen Korpus aus 205 Geschichten bilden. Die Quellen bestehen aus Druckausgaben und elektronischen Quellen.
Den Forschungsgegenstand der Arbeit bilden die Genrebesonderheiten der Kalendergeschichten, die im „Rheinlandischen Hausfreund“ gesammelt sind. Darunter sind Ort und Zeit der Handlung, Begrenztheit der dargestellten Lebenssituation und Ausgepragtheit der Figuren und Situationen. AuBerdem wird kompositorische Gliederung untersucht.
Das Forschungsziel dieser Masterarbeit ist es, eine umfassende Analyse von Hebels Kalendergeschichten durchzufuhren, um ein tieferes Verstandnis fur die literarischen Techniken und Themen zu gewinnen, die in diesen Werken verwendet werden. Dabei sollen insbesondere die Erzahlstrategien, die Charakterentwicklung und die Darstellung gesellschaftlicher Normen und Werte untersucht werden. Des Weiteren soll untersucht werden, wie Hebels Kalendergeschichten in den Kontext der deutschen Literaturgeschichte eingeordnet werden konnen und welchen Einfluss sie auf die literarische Tradition hatten.
Die Aufgaben der Forschung sind:
1) theoretisches Material zu den Kalendern sammeln und untersuchen;
2) die grundlegenden Begriffe definieren
3) die Entstehung der Kalender untersuchen;
4) die Frage beantworten, wie die Kalendergeschichte zur Textsorte geworden ist;
5) welche Rolle die Kalendergeschichten in der Gesellschaft hatten;
6) welche Merkmale die Kalendergeschichten haben und wie sie sich voneinander unterscheiden;
7) Funktionen der Kalendergeschichten feststellen und sie in Texten identifizieren;
8) uber welche Bestandteile jede Kalendergeschichte verfugt...
✅ Заключение
Bei der Herausbildung des Kalenders sind die ersten Kalenderformen von groBer Bedeutung, die seit dem 8. Jahrhundert in Deutschland erschienen. Neben einem Kalenderstab, der als ewiger Kalender galt, gab es auch den Vers-Kalender „Cisiojanus“, der spater von Guttenberg gedruckt wurde. Die Entwicklung der altesten Kalenderformen war mit der Geschichte des Buchdrucks verbunden. So wurden auch die Kalender von Wurmprecht, Gutenberg, Luther und Goldwurm sowie das GieBener Stundenbuch und der Turkenkalender entdeckt und beschrieben.
Zusammen mit den ersten gedruckten Kalendern gelten der Bauernkalender und das Konzept des „Hinkenden Boten“ als Grundlage fur Hebels Werk „Der Rheinlandische Hausfreund“. Dank Hebels harter Arbeit am Kalender wurde er aus einem aufklarerischen Werk in eine vielfaltige Sammlung der Erzahlungen verwandelt, die belehrende, unterhaltende, handlungsorientierende und geistig- moralische Funktionen ausubt. Hebel hat den Kontakt mit den Lesern aufgenommen, indem er ihr Interesse berucksichtigt hat und die Figur des Hausfreundes, der auf der Titelseite auftaucht, eingefuhrt. Der Hausfreund hat die Rolle des Dialogpartners angenommen, was ermoglicht hat, die Leser direkt anzusprechen. Seine Einfuhrung in die Komposition der Kalendergeschichte gilt als Meilenstein fur ihre Herausbildung in ein eigenstandiges literarisches Genre.
Im Ruckblick auf die im Hauptteil formulierten Ergebnisse lasst sich zusammenfassen, dass sich Hebels Strategie, die Handlungszeit und -ort am Anfang der Geschichte zu bestimmen, als erfolgreich erwies. Typisch fur die Texte sind bestimmte Ort und Datum, die Angabe der Tageszeiten, wobei es auch die Falle gibt, die keine Zeitbegrenzung haben. Die Bezeichnung des Handlungsortes hat 70
auBerdem dazu beigetragen, das Weltbild der Leser zu formen und zu vervollstandigen. In Kalendergeschichten wurden Bezeichnungen von naheliegenden Dorfern und Stadten sowie von fremden Landern und Kontinenten herausgefunden.
Darunter wurden die in Kalendergeschichten dargestellten gesellschaftlichen Bereiche, an denen sich die Menschen aktiv beteiligen, beschrieben und verschiedene Gruppen von Menschen, die unterschiedliche Positionen und Rollen in der Gesellschaft einnehmen, identifiziert. Es wurde festgestellt, dass die Kalendergeschichten uber groBe Vielfalt der Nationalitaten, sozialen Klassen und Charakteren verfugt, dabei ist bemerkenswert, dass Judentum eine besondere Stelle innehat, was sich in mehreren Geschichten widerspiegelt, die den judischen Gemeinden und ihren Mitgliedern gewidmet sind.
Strukturell bestehen alle Kalendergeschichten aus drei obligatorischen textuellen Positionen: Titel, Einleitung und Schluss. Es wurde festgestellt, dass die meisten Titel nach dem bestimmten Muster gebildet werden und als die erste Quelle der narrativen Informationen gelten. AuBerdem wurden drei Arten der Einleitung bestimmt, darunter sind narrative Exposition, Anmerkungen des Autors und Komplikation. Wichtig ist, dass die Kalendergeschichten die Moral enthalten, die in Form von einem Sprichwort, praktischem Ratschlag oder einer Erorterung zu einem ethischen Thema angegeben ist. Solche Erzahlstrategie hat den Leser dazu anregt, aktiv zu reflektieren und eigenstandiges Denken zu fordern. Das Ende der Kalendergeschichten lieB sich in drei Typen unterteilen. So kann man zwischen Pointe, Explikation und Schlussanmerkung des Autors unterscheiden.
Wie die Ergebnisse der Untersuchung zeigen, war die strukturelle Analyse der Kalendergeschichten aufgrund der Textualitatskriterien von R.-A. de Beaugrande und W. Dressler von groBer Bedeutung. Mit ihrer Hilfe wurden festgestellt: kohasive Mittel, die die Komponenten des Oberflachentextes miteinander verbinden; die Beziehung von sprachlichen Ausdrucken zu realen Objekten, d.h. zur Koharenz des Textes; Intentionen des Textproduzenten (Intentionalitat) und Erwartungen des Textrezipienten (Akzeptabilitat); Erwartetheit bzw. Unerwartetheit und Bekanntheit
bzw. Unbekanntheit der dargestellten Informationen (Informativitat); intertextuelle Beziehungen zwischen den Texten...





